Hörspiel – Ein einsame Insel

Zusammenfassung: Gemeinsam mit einem Studienkollegen haben wir das Hörspiel konzipiert, aufgenommen und geschnitten.

PROJEKTAUFTRAG

Im Rahmen des Studium und unserem Modul „Konvergentes Produzieren“ haben wir ein Semester lang Zeit, selbständig für einen gewissen Zeitaufwand ein multimediales Projekt umzusetzen. In einem Semester davon entschieden wir uns für ein Hörspiel.

PLANUNG

Alles begann, wie so oft, ganz anders als geplant. Ursprünglich wollten wir einen Stop-Motion-Film realisieren. Doch schon bald wurde uns klar, dass der zeitliche Aufwand, um dabei eine überzeugende Geschichte zu erzählen, zu gross sein würde. Deshalb verwarfen wir diese Idee. Eines Abends waren wir im Tonstudio unserer Schule, um ein Video fertig zu schneiden. Beim Arbeiten an den Mikrofonen im Radiostudio hatten wir plötzlich enormen Spass und da kam uns die Blitzidee: Warum nicht ein Hörspiel für das Modul entwickeln?

Noch am selben Abend starteten wir mit der Ideenfindung und dem Schreiben erster Skripte. Immer wieder verwarfen wir Entwürfe, aber genauso häufig kamen neue Ideen hinzu. Nach einigen Überarbeitungen stand unser Konzept schliesslich fest: Die Geschichte spielt auf einer einsamen Insel, mit uns beiden als Hauptfiguren und einem Erzähler, gesprochen von einer KI-Stimme.

So hatten wir dann unsere Idee und Script zusammen. Es soll auf einer einsamen Insel geschehen, wir zwei als Hauptprotagonisten, sowie einem Erzähler (KI-Stimme).

UMSETZUNG

Die Umsetzung gestaltete sich zunächst ziemlich herausfordernd. Stellen Sie sich zwei Personen vor, die sich gefühlt zum ersten Mal in eine Rolle hineinversetzen müssen und zusätzlich einen Text möglichst fehlerfrei und flüssig für die Zuhörerinnen und Zuhörer sprechen sollen. Genau so war es bei uns. Wir arbeiteten uns Schritt für Schritt, Szene für Szene, durch das Skript. Nach jeder Aufnahme beurteilten wir gemeinsam, ob der Take gelungen war oder erneut aufgenommen werden musste. Viele Szenen nahmen wir drei- bis viermal auf, bis alles passte. Dabei führten wir fortlaufend eine Liste mit den besten Takes pro Szene, was uns die Arbeit in der Postproduktion erheblich erleichterte.

Als alle Szenen und Aufnahmen im Kasten waren, machten wir uns an die Postproduktion, die wir mit Adobe Audition umsetzten. Da wir beide mit diesem Programm gut vertraut sind, war es die ideale Wahl für unser Projekt. Um den Arbeitsprozess effizient zu gestalten, teilten wir die Szenen untereinander auf: Eine Person übernahm den Anfang bis zur Mitte, die andere den Abschnitt von der Mitte bis zum Schluss. Zur Postproduktion gehörten das Schneiden der Szenen, das Sounddesign sowie das Anpassen von Pegeln und, falls nötig, das Hinzufügen von Effekten. Hier das Endergebnis:

Hier noch einen Ausschnitt aus dem Adobe Audition.

REFLEXION

Aus diesem Projekt konnten wir beide viele wertvolle Erfahrungen mitnehmen. Zum ersten Mal spielten wir ein Rollenspiel, in dem unsere eigenen Stimmen zu hören waren. Dabei merkten wir schnell, wie herausfordernd es ist, in eine Rolle zu schlüpfen, insbesondere nach längeren Unterbrüchen wieder glaubhaft in die jeweilige Stimmung der Figur einzutauchen. Das kostete uns viel Zeit und Konzentration. Die Postproduktion bereitete mir persönlich deutlich mehr Freude. Ich konnte gezielt nach passenden Soundeffekten suchen, die Stimmen leicht bearbeiten und so ein stimmiges, atmosphärisches Endergebnis erzielen. Ich schreibe diese Reflexion zwei Jahre später, mit etwas Abstand und neuen Erfahrungen. Heute würde ich das Projekt definitiv nochmals angehen, allerdings mit optimierten Abläufen und vielleicht professionelleren Sprecherstimmen, um die Wirkung noch weiter zu steigern.

Nach oben scrollen