
ALPHA X
Zusammenfassung: AlphaX ist ein Streaming-Event, das sich vollständig dem Thema Gesundheit widmet. Zusammen mit drei externen Gästen thematisierten wir die „Leistungsfähigkeit durch gesunde Ernährung“ Gemeinsam als Team von sieben Personen entwickelten wir ein informatives und unterhaltsames Format, das die Bedeutung gesunder Ernährungsgewohnheiten praxisnah vermittelt.
Meine Rolle im Projekt war die Regie, wodurch ich für die koordinierte Umsetzung der Produktion verantwortlich war. Dazu gehörte die technische Planung sowie die Leitung während des Livestreams, um sicherzustellen, dass alle Elemente, von Bild- und Tonqualität bis hin zu den Beiträgen der Moderatoren, reibungslos ineinandergreifen.
PROJEKTAUFTRAG
Alles begann anders als geplant. Unser Team hatte uns zunächst rund drei Monate lang vollständig auf ein anderes Event konzentriert, das Street Art Festival in Chur, das Ende Juni 2024 stattfand. Wir erhielten den Auftrag, einen Teil des Festivals mitzugestalten und zu organisieren, insbesondere die Auftritte wie Rap Cypher, Breakdance Battles und Bombers Battles. Wir waren hochmotiviert, Teil dieses Festivals zu sein, auch wenn uns die Verantwortung vor grosse Herausforderungen stellte.
Doch bereits im ersten gemeinsamen Meeting mussten wir erfahren, dass es bereits eine Person gab, die für die Organisation und Koordination dieser Auftritte zuständig war. Nach dieser Nachricht sahen wir uns verwirrt und entsetzt an und begannen zu hinterfragen, welche Rolle unser Team nun einnehmen sollte.
Da das Semesterziel im Major „Live Communication“ darin bestand, einen Online-Streaming-Event umzusetzen, war klar, dass wir beim Street Art Festival nicht die Gelegenheit dazu haben würden. Daraus entstand die Idee für einen eigenen Event, den wir innerhalb von rund einem Monat von Grund auf entwickelten und erfolgreich auf die Beine stellten.
So entstand dieser Event, welcher wir innerhalb von rund einem Monat aufgesetzt und durchgeführt haben.
PLANUNG
Zu meiner Planung gehörte in einem ersten Schritt den ganzen Regie- & Contentplan zu erstellen und mit dem Team zu besprechen. Zudem war ich für das ganze technische Material zuständig und stellte sicher, dass alles an Material am Tag betriebsbereit ist. Zur besseren Übersicht erstellte ich ein Technikschema.

Im Regieplan legte ich detailliert fest, wie lange die einzelnen Aktionen dauern sollten. Für den Livestream setzten wir insgesamt vier Kameras ein. Ich definierte im Vorfeld, welche Kamera zu welchem Zeitpunkt live geschaltet wird. Während der Umsetzung passten wir diese Planung jedoch flexibel an die jeweilige Situation an.
Zusätzlich spezifizierte ich den Einsatz des Tons und bestimmte, wann eine Einblendung einer Bauchbinde erforderlich war. Für den technischen Ablauf nutzten wir drei bis vier Laptops, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erfüllten:
Laptop 1: Steuerung der Regie und Koordination des Livestreams.
Laptop 2: Integration der Präsentation, die während des Livestreams gezeigt wurde.
Laptop 3: Bereitstellung eines Moderationsscreens, auf dem die Präsentationsfolien und ein Countdown für die Moderatoren angezeigt wurden, um den Zeitplan einzuhalten.
Laptop 4: Überprüfung des Livestreams, um sicherzustellen, dass sowohl Bild als auch Ton korrekt übertragen werden.
UMSETZUNG
Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, starteten wir mit einer technischen Probe. Dabei stellten wir die gesamte Technik auf, definierten die Abläufe und überprüften, ob alles reibungslos funktionierte, was glücklicherweise der Fall war. Da die Vorbereitungszeit insgesamt knapp bemessen war, konnte ich aufgrund eines anderen Termins leider nicht an der Hauptprobe teilnehmen. Das war als Regieverantwortlicher natürlich nicht ideal, besonders da dies mein erster Event in dieser Rolle war. Entsprechend war ich am Eventtag etwas nervös.
Der Aufbau am Veranstaltungstag verlief jedoch problemlos und wir nutzten die Gelegenheit, noch eine weitere Hauptprobe durchzuführen, bevor alle Teilnehmenden eintrafen. Dabei musste ich mich zunächst an die Abläufe gewöhnen, wodurch nicht alles perfekt funktionierte. Dennoch liess ich mich davon nicht aus der Ruhe bringen, sondern blieb fokussiert und wusste, dass ich die Herausforderungen im Live-Betrieb meistern würde.
Kurz vor Beginn des Livestreams spürte ich die Nervosität erneut, doch anstatt mich davon überwältigen zu lassen, lenkte ich mich durch Gespräche mit dem Team ab und konzentrierte mich auf die letzten Vorbereitungen. Wenige Minuten vor dem Start überprüfte ich noch einmal, ob alle Positionen besetzt und einsatzbereit waren und dann ging es los.
Während des Livestreams blieb ich über ein Intercom-System mit den Kameraleuten in Kontakt und gab Anweisungen, welche Personen oder Szenen im Fokus stehen sollten. Nach gut einer Stunde beendeten wir den Stream erfolgreich, ohne dass grobe Fehler erkennbar waren.
Dieser Livestream war eine intensive, aber auch äusserst lehrreiche Erfahrung. Im Nachhinein war ich stolz darauf, die Herausforderung gemeistert zu haben und freue mich, diese wertvolle Erfahrung in zukünftigen Projekten anwenden zu können.



REFLEXION
Der Livestream war für mich eine besondere und herausfordernde Erfahrung, da ich zum ersten Mal die Verantwortung für die Regie übernommen habe. Die Vorbereitung und Durchführung des Events waren geprägt von knappen Zeitplänen und einigen Unsicherheiten, was mich zunächst nervös machte. Besonders schwierig war es, dass ich aufgrund eines anderen Termins nicht an der Hauptprobe teilnehmen konnte, was als Regieverantwortlicher keine optimale Ausgangslage war.
Am Eventtag selbst lief der technische Aufbau reibungslos, und die zusätzliche Hauptprobe half mir, mich besser in meine Rolle einzufinden. Dennoch war der Einstieg nicht ganz fehlerfrei, da ich mich erst an die Abläufe und die Kommunikation mit dem Team gewöhnen musste. Ich habe jedoch schnell gemerkt, wie wichtig es ist, in solchen Momenten Ruhe zu bewahren und flexibel auf Herausforderungen zu reagieren.
Während des Livestreams konnte ich mich gut auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren und blieb über das Intercom-System in ständigem Austausch mit den Kamerapersonen. So gelang es uns, den Stream erfolgreich umzusetzen und die geplanten Inhalte ohne grössere Probleme zu präsentieren.
Im Nachhinein bin ich stolz auf das Ergebnis und froh, diese intensive Erfahrung gemacht zu haben. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig Vorbereitung, Kommunikation und Ruhe in stressigen Situationen sind. Gleichzeitig habe ich erkannt, dass es völlig normal ist, aus kleinen Fehlern zu lernen und sich in einer neuen Rolle Schritt für Schritt zu verbessern. Diese Erfahrung hat nicht nur mein Selbstvertrauen gestärkt, sondern auch meine Fähigkeiten im Bereich Live-Regie deutlich erweitert.

